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Pressemitteilungen: Kinder und Veganismus

Milchpropaganda an Schulen


Nach "Schulmilch" demnächst auch "Schulbier"?



(30. Juni 2009) Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) startete am Freitag eine bundesweite sogenannte "Aufklärungskampagne" zur "Bedeutung von Milch", und die Presse berichtet völlig unkritisch darüber. Die Tierrechtsverletzungen durch Tiermilchproduktion werden dabei ebenso unter den Tisch gekehrt wie die Umwelt- und Gesundheitsschäden.

Offenbar genügt die Propaganda am alljährlichen "Tag der Milch" und lächerliche kommerzielle Milchproduktwerbung nicht – immer mehr Menschen erkennen, was wirklich hinter dem "weißen Blut" steckt. [...]

(Mehr: ↑Milchpropaganda an Schulen)

Veganismus – ethische Verantwortung auch für Kinder


(20. November 2004) Veganismus bedeutet, sich nicht an der alljährlichen Ermordung von fünfundvierzig Milliarden Hühnern, eineinviertel Milliarden Schweinen, Milliarden anderen Säugetieren, Vögeln, Fischen und weiteren Spezies für den menschlichen Konsum zu beteiligen – weder durch Ernährung ("Kotelett", "Saumagen", "Käsebrot", "Blutwurst", "Omelette") noch durch Gebrauchsgegenstände ("Leder"schuhe, "Pelz"mantel, "Seiden"schal, "Daunen"kissen). Veganismus bedeutet keinen Verzicht auf Pizza, Kuchen, Eiscreme, Schokolade oder auch Schuhe, Jacken und Betten – all das ist problemlos vegan möglich. Veganismus ist primär eine Frage der Ethik, des Antispeziesismus und der Tierrechte.

Veganismus bedeutet vor allem nicht: auf einer einsamen Insel gestrandet zu sein und dort nichts als Kokosnüsse zu essen. Nicht: in der Sahelzone von einer Handvoll Reis zu leben. Nicht: ausschließlich Salat oder Körner oder rohe Kartoffeln, oder was sich noch an obskuren Diäten finden läßt, zu verzehren. Nicht: sich von Rasenschnitt und frisch geschroteten Kieselsteinen zu ernähren. Erst recht nicht: den absonderlichen Lehren eines "Gesundheitsgurus" zu folgen, der predigt, nur Stroh zu essen und Krankheiten gesundzubeten.

Wer das alles unter "Veganismus" subsummiert, kann ebenso Leute, die nur Wandfarbe oder Feuerzeugbenzin trinken, als "Antialkoholiker" bezeichnen, solche, die nichts als Wasserdampf oder Methangas einatmen wollen, "Nichtraucher" nennen. Analog zu "Veganer lassen Kind verhungern" könnten Zeitungstitel dann laute: "Antialkoholiker lassen Kind verdursten" und "Nichtraucher lassen Kind ersticken". "Wissenschaftler" könnten zitiert werden, die statt vom "Protein und Kalzium" in "Fleisch und Milch" vom Sauerstoff im Zigarettenrauch und den Vitaminen im Bier schwärmen.

Das ist der Punkt: so wie Nichtrauchern und Antialkoholikern – wenn sie denn vernünftig Luft atmen und Wasser trinken – nicht der zweifellos im Rauch enthaltene Sauerstoff oder die Vitamine im Bier fehlen, so kommt in Leichen, Kuhdrüsensekreten usw. nichts vor, das in einer vernünftigen veganen Ernährung fehlen würde. Ernährungs"wissenschaftler", die Gegenteiliges behaupten, ignorieren die Existenz unzähliger gesunder von der Zeugung an veganer Kinder und lebenslanger Veganer – so wie ein Geowissenschaftler, der behauptet, die Erde sei eine Scheibe, Erdumseglungen und Satellitenfotos ignorieren müßte. [...]

(Mehr: ↑Veganismus – ethische Verantwortung auch für Kinder)

Nichtveganer sind Kindermörder


(10. Juli 2004) Immer wieder geistern Horrorgeschichten über angebliche Veganer, die ihre Kinder verhungern lassen, durch die Medien, aktuell in einem Fall aus Bad Driburg.

Fakt ist, so der zuständige Staatsanwalt Ralf Vetter: Das Kind starb an einer Lungenentzündung, die die Eltern nicht behandeln ließen (er "schließt veganische [sic!] Ernährung als Todesursache aus", berichtet die "Neue Westfälische"). Nichtsdestotrotz erwecken die Medien überwiegend den Eindruck, das Kind sei durch den (angeblichen) Veganismus der Eltern gestorben. Möglicherweise hat eine falsche Ernährung zu den tödlichen Auswirkungen der Lungenentzündung beigetragen, doch selbst wenn, dann liegt es an einer Fehlernährung, keineswegs an einer veganen Ernährung. Gesunde vegane Ernährung (auch von Kindern) ist in Wahrheit, wie der Augenschein – zahlreiche real existierende, kerngesunde, von Geburt an vegan lebende Menschen – ebenso wie die wissenschaftliche Faktenlage beweist, problemlos möglich. Sie ist keineswegs "einseitig", sondern im Gegenteil wesentlich vielseitiger als die übliche Ernährung, und schon gar keine "Mangelernährung". Wer natürlich sein Kind ausschließlich mit Gras oder Kartoffelchips ernährt, macht etwas falsch – jedoch hat das mit Veganismus nicht das geringste zu tun, nur weil das Gras oder die Chips zufällig pflanzlich sind: ebenso wäre eine nichtvegane Ernährung ausschließlich mit Katzenmilch oder Mehlwürmern eine Fehlernährung. Würde aber ein Kind so ernährt und daraufhin verhungern, käme kein Journalist auf den Gedanken, den Nichtveganismus auch nur zu erwähnen, vielmehr würden die Eltern, zurecht, schlicht als verantwortungslos oder psychisch gestört bezeichnet. Gleiches gilt, wenn Leute absurden Lehren irgendeines Ernährungsgurus folgend ein Kind nur mit Tomatensaft ernähren, was aber mit verantwortlichem ethischem Veganismus absolut nichts zu tun hat, auch wenn sie dann prinzipiell als Veganköstler zu bezeichnen wären. [...]

(Mehr: ↑Nichtveganer sind Kindermörder)
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Achim Stößer, 28. August 2009