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Darf man Kindern vegane Ernährung aufzwingen?

ImbißbudeEines der wohl dümmsten aller "Argumente" gegen vegane Kinderernährung ist, man solle Kindern nicht seine Ernährung "aufzwingen" – von Leuten, die genau das tun: Kindern ihre (unvegane) Ernährung aufzwingen. Die Kinder sollten "normal" ernährt werden und könnten sich dann "später →selbst entscheiden", ob sie vegan werden wollen.
Darf man ein Kind dazu "zwingen", andere Kinder nicht zu verprügeln, keinen Ladendiebstahl zu begehen, nicht aus Spaß Scheiben einzuwerfen usw.? Eltern vermitteln ihren Kindern immer bestimmte Werte, stellen "Regeln" auf, an die sie sich idealerweise selbst halten und die dann eben auch für die Kinder gelten. Das muß nichts mit Zwang zu tun haben, sondern einfach mit der Tatsache, daß sich wohl alle Eltern wünschen, ihrem Kind die Dinge mitgeben zu können, die sie selbst für wichtig halten, um ein starker und mitfühlender, sozial kompetenter Mensch zu werden. Und daß ethisch motivierte Veganer ihren Kindern erklären, daß andere Tiere genauso leben und frei sein wollen wie wir Menschen, sollte sich von selbst verstehen.

Zudem ist es nahezu ausnahmslos eher so, daß unvegane Eltern ihre Kinder zwingen, Tierprodukte zu konsumieren – und das beginnend im Säuglingsalter mit dem Füttern pürierter Rinder- oder Vogelleichen mit der Beikost.

Umgekehrt wird ein Schuh draus: wenn die veganen Kinder später →entscheiden wollten, zu morden (unvegan zu werden), könnten sie das tun. Aber die unveganen werden nie sagen können: "Ich habe nie eine Leiche gefressen" o.ä.

Kinder →können nicht nur, sie →müssen aus ethischer Sicht vegan ernährt werden. Um der anderen Tiere und um ihrer selbst willen.
Achim Stößer, 28. August 2009