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Ist es nicht schädlich, Kinder vegan zu ernähren?

Neues Volksblatt, 26. Mai 2004 – verhungerte eierkonsumierende 'Veganerin'Entgegen dem Eindruck, den ↑reißerische Presseartikel über angeblich "verhungerte vegane Kinder" zu erwecken versuchen, ist es →nicht schädlich, Kinder vegan zu ernähren; weder für die Kinder noch für ↑sonst irgendwen – mit Ausnahme der Tierausbeuter, deren Gewinn dadurch geschmälert wird. Zahlreiche gesunde und fröhliche vegane Kinder sind der beste Beweis dafür, zudem erkennen auch immer mehr →Ernährungswissenschaftler, daß gesunde Ernährung mit veganer Kost auch im Kindesalter machbar ist.

Daran ändert sich auch nichts durch die Möglichkeit, Kinder ↑"vegan" ungesund (etwa ↑nur mit Tomatensaft und Giersch oder ausschließlich mit Mandelmilch) zu ernähren (eine Ernährung ausschließlich mit Milchschokolade oder nur mit Eiern und "Speck" wäre wohl auch wenig bekömmlich).
Denn so sieht die (natürlich unzureichende) "vegane Ernährung" der verantwortungslosen Eltern dieser Kinder aus, da sie irgendwelchen obskuren Ernährungslehren folgen – falls nicht ohnehin, wie in den meisten dieser Fälle, die angeblich "vegane" Ernährung ↑Hühnereier oder ↑Lebertran (Öl aus Fischleber) usw. beinhaltet und somit alles andere als vegan ist. Dazu kommt häufig eine fatale Ablehnung ärztlicher Behandlung, was mit Veganismus nichts zu tun hat.

Und so lautet dann die Beurteilung des Staatsanwalts, wenn er etwas davon versteht, daß nicht der (angebliche) Veganismus, sondern eine unbehandelte(!) Lungen­entzündung Todesursache war ("La mort est attribuable à la conjonction d'une infection pulmonaire bilatérale, donc des 2 poumons, et un terrain très affaibli d'un enfant qui a perdu du poids, entre autre à cause de diarrhées. Il n'y aurait pas eu de soins adéquats", so ↑Procureur Patrick Beau im Fall von Louise; "Die ↑veganische[sic!] Ernährung sei aber nicht ursächlich für den Tod, sondern eine unbehandelte Lungenentzündung", so ↑Staatsanwalt Ralf Vetter im Fall von Leon).

Was die Presse natürlich nicht daran hindert, antivegane Hetze zu betreiben, während die (unvegane) Ernährungform natürlich mit keinem Wort erwähnt (jedenfalls nicht explizit als unvegan benannt) wird bei all den Fällen verhungerter Kinder, in denen dies ↑nicht dem Veganismus angedichtet werden kann.
Achim Stößer, 28. August 2009