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Sollte das Kind nicht selbst entscheiden dürfen?

Spinat (Bild: tierrechtskochbuch.de)Ein Kind, vor die Wahl gestellt, mittags Spinat mit Bratkartoffeln oder lieber eine Tüte Gummibärchen zu verspeisen oder als Snack einen Apfel oder einen Schokoriegel zu essen, würde sich wohl nicht selten für die Süßigkeiten entscheiden. Nichts gegen (vegane) Gummibärchen und Schokoriegel, aber das wäre sicher keine allgemein ideale Entscheidung. Vielleicht kommen gerade deswegen immer noch erfreulich wenige Eltern auf die Idee, ihre Kinder alles vollständig "selbst entscheiden" zu lassen, was ihre Ernährung betrifft.

Ein Kleinkind, dem ein Stück Leichenwurst angeboten wird, könnte sich, auch wenn es eigentlich nicht will, daß Tiere umgebracht werden, dafür entscheiden, diese Wurst zu konsumieren, denn es kann die Folgen seiner Handlung noch nicht abschätzen – aus gutem Grund sind Kinder z.B. in Deutschland und Österreich vor dem 7. Lebensjahr (in der Schweiz ohne spezifische Altersangabe) nicht geschäftsfähig, geschweige denn strafmündig ("schuldfähig", Altersgrenze 14 Jahre in Deutschland und Österreich, 10 Jahre in der Schweiz).

Wer würde einem Kind einen geladenen Revolver in die Hand drücken? Und daher werden verantwortungsvolle Eltern ihre Kinder davor schützen, in die Situation zu kommen, solche "Entscheidungen" zu treffen.

Siehe auch →"Darf man Kindern vegane Ernährung aufzwingen?".
Achim Stößer, 28. August 2009